Matthias KrügerKomponist

News

Nächstes Konzert

08.12.2017, 20 Uhr | Alte Feuerwache, Köln (D)
fuckin' A! [ Patrick Stadler, sax ]

Weitere News

Dates

2018

08.09.2018, 14 Uhr | Muziekbiennale Niederrhein @ Sandbauernhof Liedberg, Korschenbroich (D) >>DETAILS
fuckin' A! [ Xavier Larsson, sax ]
LAL (First Draft) als Audioinstallation [ ensemble hand werk/Aufnahme ]
25.06.2018 | Köln (D)
Neues Werk [ ensemble inverspace ]
24.06.2018 | Berlin (D)
Neues Werk [ ensemble inverspace ]
14.05.2018 | Freiburg (D)
Neues Werk _UA [ ensemble inverspace ]
05.04.2018, 19:30 Uhr | 'Junge Reihe' @ Orangerie Herrenhausen, Hannover (D)
Wie ein Stück Fett (Redux) [ ensemble BRuCH ]
17.01.2018, 20 Uhr | Trinitatiskirche, Köln (D)
Neues Werk _Vorab-UA [ Krisztián Palágyi, akk ]

2017

08.12.2017, 20 Uhr | Alte Feuerwache, Köln (D)
fuckin' A! [ Patrick Stadler, sax ]
10.09.2017, 12 Uhr | Festival de Royaumont @ Le Grand Comble, Abbaye de Royaumont, Asnières-sur-Oise (F)
renk [ Claudia Chan, pn ] >>DETAILS
30.07.2017, 09:10 Uhr | Die neue Platte @Deutschlandfunk (Radio, D)
Vorstellung der CD "Kurzwelle" des Ensembles hand werk, u.a. mit der Studioaufnahme von LAL (First Draft) >>DETAILS
22.07.2017, 22:05 Uhr | Atelier neue Musik @Deutschlandfunk (Radio, D)
Wie ein Stück Fett (Redux) [ Ensemble BRuCH ] >>DETAILS
28.05.2017, 21:05 Uhr | Konzertdokument der Woche @Deutschlandfunk (Radio, D)
Patterns, patterns, oh, to break those chains [ Ma'alot Quintett ]
02.05.2017, 12:30 Uhr | Acht Brücken@COMEDIA Theater Köln, Roter Saal (D)
4 Epigramme [ Sihan Zhang, pn ]
28.04.2017, 19:30 Uhr | Rittergut Störmede (D)
Patterns, patterns, oh, to break those chains _UA [ Ma'alot Quintett ] >>DETAILS
27.03.2017, 18:15 Uhr | Kammermusiksaal der HfMT Köln (D)
fuckin' A! [ Xavier Larsson, sax ]
21.03.2017, 19:00 Uhr | CRR Paris (Rue de Madrid), Auditorium Marcel Landowski (F)
renk [ Claudia Chan, pn ]
20.03.2017, 14:30 Uhr | CRR Paris (Rue de Madrid), Salle Gabriel Fauré (F)
Podiumsdiskussion mit Hèctor Parra, Philippe Hattat und anderen, Vorstellung der Preisträger des Kompositionspreises des Internationalen Klavierwettbewerbes von Orléans 2016
14.02.2017, 20 Uhr | Theaterhaus (P1), Stuttgart (D) >>DETAILS
renk [ Neus Estarellas Calderón, pn ]
05.02.2017, 15 Uhr | Eclat @Theaterhaus (T2), Stuttgart (D) >>DETAILS
le vide à perdre _UA [ ensemble ascolta ]

Alle Termine

Bio

Matthias Krüger wurde 1987 in Ulm geboren und wuchs in Brüssel und Trier auf. Er studierte Komposition sowie Romanistik an der Hochschule für Musik und Tanz Köln und an der Universität zu Köln sowie als Gaststipendiat an der Sorbonne in Paris und der Columbia University in New York City. Zu seinen Kompositionslehrern zählen neben Johannes Schöllhorn auch Krzysztof Meyer und Fabien Lévy. Neben Teilnahmen an Festivals wie den Internationalen Ferienkursen für Neue Musik Darmstadt, der impuls-Akademie Graz oder dem Komponistentreffen in Görlitz/Zgorzelec bezog er besondere künstlerische Anregungen durch Meisterkurse und persönliche Begegnungen mit Komponisten wie Hans Abrahamsen, Mark André, Georges Aperghis, Chaya Czernowin, Georg Friedrich Haas, José-María Sánchez-Verdú und Vladimir Tarnopolski sowie das Kompositionsseminar von Nils Vigeland an der New York University.

Er wurde mit zahlreichen Preisen und Stipendien ausgezeichnet, darunter Jugend komponiert, ERASMUS, DAAD sowie mit einem zweiten Preis beim Felix-Mendelssohn-Bartholdy-Hochschulwettbewerb 2013 in Berlin, dem Sonderpreis des 26. Siegburger Kompositionswettbewerbs 2014, dem Bernd-Alois-Zimmermann-Stipendium der Stadt Köln 2015 sowie dem Kompositionspreis Prix Chevillion-Bonnaud des Internationalen Klavierwettbewerbs Orléans 2016. Daneben war er mehrfach für den Förderpreis für junge Künstler NRW nominiert. Den Herbst 2015 verbrachte er als Artist-in-Residence mit einem Stipendium der Kunststiftung NRW in Istanbul, zudem war er Stipendiat der Studienstiftung des deutschen Volkes. Derzeit ist er nominiert für den Gaudeamus Award 2018 (Verleihung in Utrecht/NL im September 2018).

Derzeit interessiert ihn in seiner Musik vor allem das Arbeiten mit Körpern, Räumen und kulturellen Konnotationen. Im Zentrum steht ein holistischer Ansatz, alles an der Aufführung zu musikalisieren, und den Musiker nicht als Musiker (d.h. in einer Rolle), sondern als Mensch erscheinen zu lassen, der mit seinen Grenzen konfrontiert ist und sich in ständiger Bewegung daran abarbeitet.

Seine Musik wurde gespielt in Deutschland, Frankreich, Israel, Italien, Österreich, Polen, Schweden, Spanien und den USA, u.a. bei Festivals wie dem ECLAT-Festival Stuttgart, den Donaueschinger Musiktagen, Acht Brücken – Musik für Köln, Festival de Royaumont, der Northwestern University New Music Conference – NUNC! in Chicago oder dem Mallorca Saxophone Festival und erhielt Aufträge u.a. von Westfalen Classics 2017, der NewTalents Biennale Cologne 2014 sowie den Festivals Romanischer Sommer Köln und Young Euro Classic Berlin 2013. Jeweils ein Solostück widmete er dem Saxophonisten Xavier Larsson Paez, der Pianistin Claudia Chan und dem Akkordeonisten Krisztián Palágyi.

Seine Kompositionen wurden des weiteren aufgeführt von Ensembles wie dem Ensemble ascolta (Stuttgart), dem Ma'alot Bläserquintett, dem Ensemble hand werk, mam.manufaktur für aktuelle musik, Ensemble BRuCH und dem Fukio Ensemble (alle Köln), sowie dem Ensemble der Internationalen Ensemble Modern Akademie (Frankfurt), dem PluralEnsemble (Madrid) sowie Meitar Ensemble (Tel Aviv) und erklangen an Spielorten wie dem Konzerthaus Berlin, dem Palau de la Música Catalana in Barcelona oder Carnegie Hall New York.
Hinzu kommen zahlreiche Rundfunksendungen im Deutschlandfunk, Deutschlandradio Kultur, WDR 3, SWR 2 sowie KölnCampus. Im Januar 2017 erschien seine Komposition LAL (First Draft) auf dem vom Ensemble hand werk eingespielten Album "Kurzwelle".

Matthias Krüger lebt und arbeitet als Komponist in Köln und ist zudem am Institut für Musikwissenschaft/Sound Studies der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn tätig.

Works

2017
  • Geboren aus der Notwendigkeit, alles Eitle einer unklaren Bildung zu überwinden. Für Akkordeon.
    Auftrag von Krisztián Palágyi. Vorab-Premiere geplant am 17.01.2018 in der Trinitatis-Kirche Köln.
  • Patterns, patterns, oh, to break those chains. Für Bläserquintett. (20')
    Auftrag des Ma'alot Bläserquintetts. Uraufführung durch dasselbe am 28.05.2017 im Rittergut Störmede (Geseke) im Rahmen des Festivals WestfalenClassics.
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2016
  • le vide à perdre. Für präparierte Trompete, präparierte Posaune, große Trommel, Drum Set, Synthesizer, E-Gitarre, E-Cello und Live-Elektronik. (20')
    Auftrag des Ensembles ascolta. Uraufführung durch dasselbe unter der Leitung von Nicolas Kok am 05.02.2017 im Theaterhaus Stuttgart im Rahmen des Festivals ECLAT.
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  • Wie ein Stück Fett (Redux). Für Sopran, Altflöte (+ Piccolo), präpariertes Violoncello und präpariertes Klavier. (16')
    Auftrag des Ensembles BRuCH. Uraufführung durch dasselbe am 06.10.2016 im Stadtgarten Köln im Rahmen der Konzertserie Tripclubbing.
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  • Hier war Blau, hier war Gelb, hier war Grün. Für Flöte, Klarinette und Konzertflügel. (19')
    Auftrag des Meitar Ensembles. Uraufführung durch dasselbe am 14.07.2016 im Felicja Blumental Music Center Tel Aviv im Rahmen des Festivals Tzlil Meudcan.
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2015
  • LAL (First Draft). Für Flöte, Bassklarinette, Tulum (türkischer Dudelsack), Schlagzeug, Amateur-Akkordeon, Geige und mikrotonale Melodicas (sechs Spieler). (9')
    Auftrag on ON.Neue Musik Köln. Uraufführung durch das Ensemble hand werk am 18.01.2016 im Studio des Ensembles Musikfabrik/Köln.
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  • renk. Für Konzertflügel. (10')
    Auftrag der Pianistin Claudia Chan. Uraufführung am 15.01.2016 im Loft Köln.
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  • Wie ein Stück Fett. Für Stimme und präpariertes Klavier. (5')
  • nun schauervoll einmalig blickt es mich an. Für Viola und Akkordeon. (17')
    Teil-Uraufführung am 20.06.2015 im Salone di Palazzo Ricci in Montepulciano (Italien) durch Marina Eichberg (va) und Krisztián Palágyi (acc); Gesamt-UA am 28.10.2015 in der Kunststation St. Peter Köln durch Werner Dickel (va) und Krisztián Palágyi (acc).
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2014
  • rast (Siegburger Fassung). Revidierte Fassung für 8 (präparierte) Posaunen und Museumsinterieur. (16')
    Uraufführung am 18.11.2014 im Siegburger Stadtmuseum durch das Posaunenensemble der HfMT Köln im Rahmen des Preisträgerkonzerts des Siegburger Kompositionswettbewerbes 2014.
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  • WIMP. Für präparierte Solo-Doppeltrichtertrompete mit Alphorn und 6 Spieler. (21')
    Auftrag der New Talents Biennale Cologne 2014. Uraufführung durch das Ensemble mam.manufaktur für aktuelle musik (Paul Hübner, tr) unter der Leitung von Susanne Blumenthal am 23.05.2014 in der Kunststation St. Peter Köln.
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  • fuckin' A! Für Alt-Saxophon. (11')
    Auftrag des Saxophonisten Xavier Larsson. Uraufführung am 23.06.2014 in der HfMT Köln.
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2013
  • wisp. Für Donnerblech und Jazz-Besen. (11')
    Auftrag von YoungEuroClassics für die Schlagzeugerin Se-Mi Hwang. Uraufführung durch dieselbe am 28.07.2013 im Werner-Otto-Saal des Konzerthaus Berlin.
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  • rast. Für 7 präparierte Posaunen und Kirchenraum. (12')
    Auftrag von Romanischer Sommer Köln. Uraufführung durch das Posaunenensemble der HfMT Köln am 07.07.2013 St. Pantaleon Köln.)
  • torque. Für 14 Instrumente. (24')
    Uraufführung durch das Ensemble Sinfonietta (HfM Trossingen) unter der Leitung von Sven Thomas Kiebler am 18.10.2013 in der Erich-Kästner-Halle Donaueschingen im Rahmen der Donaueschinger Musiktage.
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2012
  • the machinery I have made. Für Bassklarinette, Violoncello, Konzertflügel und ein Agens der anderen Art. (15')
    Uraufführung durch das Ensemble der Internationalen Ensemble Modern Akademie unter der Leitung von Vimbayi Kaziboni am 19.01.2013 im Joseph-Joachim-Saal der Universität der Künste Berlin im Rahmen der Preisverleihung des Felix-Mendelssohn-Bartholdy-Hochschulwettbewerbs 2013.
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  • Festinger's Færce. Für Baritonsaxophon und Live-Elektronik. (11')
    Uraufführung durch Philippe Bouveret (Klangregie: Matthias Krüger/Hans Tutschku) am 23.03.2012 im Miller Theatre New York im Rahmen des Festivals Ghost in the Instrument der Columbia University.
2011
  • récital pour une femme seule. Für 4-Kanal-Zuspiel, Talkbox und Frau. (11')
    Uraufführung durch Marlene Zilias (Klangregie: Matthias Krüger/Marcel Schmidt) am 09.05.2011 im Alten Wartesaal Köln im Rahmen des Festivals Acht Brücken. Musik für Köln. Elektronische Klänge realisiert im ehemaligen Elektronischen Studio des WDR in Zusammenarbeit mit Volker Müller.
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2010/2011
  • à portée de souffle. Für Saxophonquartett. (16')
    Uraufführung durch das Fukio Ensemble am 26.03.2013 im Auditori del Conservatori de les Illes Baleras, Palma de Mallorca (E) im Rahmen des 5. Mallorca Saxophone Festivals.
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2010
  • conTemp[s]lations. Für Orgel mit manueller Registertraktur. (16')
    Uraufführung durch Nikolai Bogdanovskiy am 25.05.2010 in der Tyska Kirkan Stockholm im Rahmen des Festivals Ljudoljud.
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2009
  • Tiraillements. Für 8 Instrumente. (9')
    Uraufführung durch ein Studentenensemble unter der Leitung des Komponisten am 11.07.2011 im Konzertsaal der HfMT Köln.
  • Voûte déborde le gaz. Für Klavier Solo. (9')
    (Uraufführung durch Nuno Pereira am 24.11.2010 im Kammermusiksaal der HfMT Köln.)
  • εx•isto•ire. Für Orchester. (14')
    Uraufführung durch ein Studentenorchester unter der Leitung von Thomas Jung am 03.02.2010 im Konzertsaal der HfMT Köln.
2008
  • Le Dormeur du Val. Lied für Sopran, Violoncello und Klavier, nach einem Sonett von Arthur Rimbaud. (9')
    Uraufführung durch Manon Blanc-Delsalle (sop), Dorukhan Doruk (vc) und den Komponisten (pn) am 24.11.2010 im Kammermusiksaal der HfMT Köln.
2007
  • 4 Epigramme. Für Klavier Solo. (7')
    Uraufführung durch den Komponisten am 07.01.2008 im Kammermusiksaal der HfMT Köln.

Presse

über Patterns, patterns, oh, to break those chains (2017)

„Die enorme physische Energie des Quintetts von Matthias Krüger mit seinen insistierenden Tonhöhen, Lautstärken, Wiederholungen und hochtourigen Spannungsverläufen forderte auch seine Zuhörer heraus. Gewohnheiten können also nicht nur das Leben überschaubar und bequem machen, sondern auch der Vorhof zur Hölle sein.“ (Sylvia Systermans im Deutschlandfunk, 28.05.2017)

über le vide à perdre (2016)

„...mindestens so freakig wie Matthias Krügers Rausschmeißer „Le vide à perdre“ für Elektronik, Rundumsound, präparierte Bläser und viel Perkussion: „Grand Wazoo“ im 21. Jahrhundert, hart an der Schmerzgrenze, hochlebendig. Fast fiebrigen Auges und sichtlich glücklich, seine Komposition tatsächlich so hören zu können (hingebungsvoll: Ensemble ascolta unter Nicholas Kok), wie er sie sich mal ausgemalt hatte, zog Krüger am Mischpult die Regler bis zum Anschlag auf. Eclat ist ein Festival, das von solchen Szenen lebt und zehrt. Es ermöglicht die Nähe zwischen Künstlern und Beobachtern. Gräben gibt es nicht.“ (Mirko Weber in der Stuttgarter Zeitung, 06.02.2017)

„...wie ein Klangmassaker: ein schrilles, verzerrtes Elektro-Inferno." (Otto Paul Burkhard in der Südwest Presse, 07.02.2017)

über Wie ein Stück Fett (Redux) (2015/16)

„...ein mitunter fast paradoxes Hörerlebnis. Ein neuer Klangraum öffnet sich, sehr überraschend, und wird sogleich in das zunehmend obsessive Klanggeschehen hineingezogen. Dasselbe geschieht im Vokalpart, der auch Obertongesang vorsieht. [...] Indessen tragen Krügers musikalische Aktionen nicht ihren Sinn in sich selbst, sondern dem musikalischen Geschehen eignet eine bis zur äußersten Panik gesteigerte Zwanghaftigkeit. Sie ist unmittelbar vom Text inspiriert, dem Eröffnungskapitel aus Gustav Meyrinks 1913 veröffentlichtem Roman Der Golem, einem Klassiker der fantastischen Literatur.“ (Ingo Dorfmüller im Deutschlandfunk, 22.07.2017)

über LAL (First Draft) (2015)

„[...] Die Idee zu dieser Komposition kam Matthias Krüger in Istanbul. Dort hatte er Straßenmusiker beobachtet und sich von den fremdartigen Klängen und dem ständigen Wechsel von einem Musiker zum anderen inspirieren lassen. Dementsprechend wechseln in seiner Musik die Klangfelder. Krüger beginnt mit einem impulsiven Schlagzeugsolo. Es folgt eine Passage, bei der die Flöte dominiert. Exotischen Charakter gewinnt die Musik durch mikrotonale Schwankungen, wie sie in orientalischer Musik vorkommen, und durch den Einsatz des Tulums, einer türkischen Form des Dudelsacks. Krüger fordert damit das Klanggespür der Musiker heraus. Feinsinnig erfassen die Instrumentalisten die fragilen mikrotonalen Schwankungen. Mit leichter Hand intonieren sie die filigranen Auszierungen der melodischen Motive. Und sie spielen Krügers Komposition mit einer improvisatorischen Note, die das Stück sehr lebendig wirken lässt.“ (Hanno Ehrler im Deutschlandfunk, 31.07.2017)

„...orientalische Klangteppiche mit anarchistisch-theatralischem Gestus.“ (Bastian Tebarth in der StadtRevue, 07/2017)

aus der Laudatio für das Bernd-Alois-Zimmermann-Stipendium der Stadt Köln 2015

„[...] Matthias Krüger geht oft von radikal reduzierten Dispositionen aus, um sie auf konsequent fantasievolle Weise formal einzulösen. Als reine Musik erscheint dies oft in eher sprödem, einfachem Gewand. Im Prozess allerdings erzeugt die ständige, variierend wiederholende Weise des Fortschreitens, meist in schrittweisen Etappen, einen hochgradigen Spannungsprozess. In jedem seiner Werke konzentriert Krüger sich auf ein unbekanntes Gebiet der Klangerzeugung und besticht dabei durch seine präzisen Untersuchungen der Materialien. Inspiration und Analyse gehen bei ihm eine fruchtbare Verbindung ein. [...] Auch Krügers Konzertstück WIMP [...] ist ein gutes Beispiel dafür, wie innerhalb formal konsequenter Weiterentwicklung eines zunächst reduzierten Klangmaterials das Instrument des Raumes, hier also der Kirchenraum, zum primär tragenden Klangkörper wird. Von außen besehen könnte man sagen, die Verwendung von Kinderinstrumenten, seltsamen Gegenständen des Alltags, zusammen mit einer Doppeltrichtertrompete und einem Alphorn ziele auf theatralen Effekt. Etwa wenn die MusikerInnen Plastikschläuche chorisch über den Köpfen schwingen oder andere eigentümliche Choreographien komponiert sind. Hervorstechend ist hierbei aber die Tatsache, dass es da nicht um vordergründiges, letztlich obsoletes Vorzeigen alltags-exotischer Instrumente geht, sondern um Klang, der eben nur in dieser Weise erzeugt werden kann. Die Musik ist das Ganze, wird zu einer Erscheinung des Werks im Raum, ihrer schichtweisen Ausfaltung in einer Art periodisch dynamischem Prozess. [...] Seine Kompositionen sind gewagt. Er greift nirgends auf Floskeln zurück und präsentiert seine Untersuchungen entschlackt, sozusagen nackt. Dazu nimmt er sich Zeit und Raum und der Hörer spürt, dass das, was er hört, notwendig ist. So tritt auch die Notwendigkeit kompositorischen Denkens an sich zu Tage. [...]" (Carola Bauckholt, Barbara Maurer, Lisa Streich, Manos Tsangaris, Oktober 2015 – für den vollständigen Text, hier klicken)

über WIMP (2014)

„In der Kunststation St. Peter zauberte[...] Matthias Krüger zarte Tongespinste. Beeindruckend damit kontrastierte ein wildes Alphorn-Solo, dröhnend und kreischend wie Schiffshorn und Free-Jazz-Trompete zugleich. Hier ließ sich hören: Der Zeiger der Musikgeschichte tickt weiter.“ (Rainer Nonnenmann im Kölner Stadt-Anzeiger, 26.05.2014)

über torque (2013)

„[...] Kammermusikalische Neuerfahrungen wurden vermittelt. "Torque", in diesem Jahr aus der Feder von Matthias Krüger entstanden, wurde zum Klang- und Geräuscherlebnis der Extraklasse. Der Titel schien der Welt der Technik entlehnt und bot Klänge aus der Arbeitswelt, die sich nach seidenweichem Reiben der Paukenmembrane über ein interessantes Kurzmotiv des Kontrabasses entwickelte. "Geschwungene Bogenklänge" waren von den Streichern zu vernehmen, Resonanzkörper wurden bedient, Scordatur wurde eingesetzt, die menschliche Stimme flocht sich mit "Tsss" ein. Neue Klangformen gab es mit Mundstück-Pfeifen, Schnarren, Schlagen auf geöffnetes Fagott, Streichen unterhalb des Steges und "col legno" oder auseinander genommener Flöte. Selbst das Umblättern der Notenblätter wurde zum musikalisch-rhythmischen, taktgebenden Element. [...]“ (Schwarzwälder-Bote, 06.11.2013)

 

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